Carl Roesch, Aus der Schlacht vom Gubel heimkehrende Bischofszeller Krieger, Plattenmosaik am Zeitglockenturm in Bischofszell,
1945
Mosaik
Privatbesitz
Die Darstellung der heimkehrenden Krieger ist stark geprägt durch das Zeitgefühl: Der Auftrag wurde Carl Roesch mitten im Zweiten Weltkrieg erteilt, in einer Zeit, als absehbar wurde, welche ungeheuren Opfer der Krieg forderte.
Das Motiv ist angeregt durch ein historisches Bild, das ursprünglich den Turm schmückte. Albert Knöpfli beschreibt die Arbeit in seinem 1958 erschienen Buch über Carl Roesch wie folgt: "Bei der Restaurierung [des Turms] 1945 konnte die alte Malerei nicht mehr gerettet werden. Diese war im 16. Jahrhundert angebracht und 1626 vom Rorschacher Jakob Zimal überholt worden. Im 18. Jahrhundert war zum eidgenössischen Bannerträger und zum Kriegsknecht ein dritter Spiesgeselle gestossen. An Stelle dieser drei Eidgenossen sollte nun das neue Mosaik der tapferen Haltung des bischofszellischen Häufleins im Gefecht am Gubel 1521 gedenken und drei mit ihrer geretteten Fahne aus der Schlacht ins Städtchen heimkehrende Kämpen darstellen" (S 133). Carl Roesch monumentalisiert das historische Motiv im Stile von Ferdinand Hodlers "Rückzug von Marignano" und verbindet so das Leiden und soldatisches Ehrgefühl zu einer Einheit.
Kontaktadresse
Carl und Margrit Roesch-Stiftung
Markus Landert, Stiftungsratspräsident
Lachenstrasse 25a
8500 Frauenfeld